Hormone außer Balance – was hat die Leber damit zu tun? Teil 1 – Geschlechtshormone, Progesteronmangel, Östrogendominanz
Hormone außer Balance – was hat die Leber damit zu tun? Teil 1 – Geschlechtshormone, Progesteronmangel, Östrogendominanz

Hormone außer Balance – was hat die Leber damit zu tun? Teil 1 – Geschlechtshormone, Progesteronmangel, Östrogendominanz

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk

 

Alle Körpersysteme, alle Organe sind perfekt aufeinander abgestimmt. Der Körper und alle dazugehörigen Systeme werden permanent in einem optimalen Gleichgewicht gehalten.

Dies wird als Homöostase bezeichnet – also die Selbstregulation des Körpers. Die Fähigkeit, das innere Milieu ständig konstant zu halten. Der Körper nimmt Veränderungen wahr und leitet daraufhin Maßnahmen ein, um wieder in sein inneres Gleichgewicht zurück zu finden.

Der Körper regeneriert und repariert sich permanent selbst. Zellen werden erneuert, Hormone und Enzyme und vieles mehr genau dem Bedarf entsprechend gebildet, bei Verletzungen werden Selbstheilungskräfte mobilisiert und somit die verletzten Stellen repariert, die Temperatur wird gehalten, die Mineralstoffe optimal verteilt, und noch so vieles mehr.

Und das alles ohne jegliches Zutun unsererseits, allein durch unser Sein. Klingt perfekt, nicht wahr?

Wieso werden wir dann krank? Wieso fühlen wir uns nicht jeden Tag zu 100% wohl, vor Energie strotzend und lebendig?

Es gibt viele Faktoren die diese Homöostase aus dem Gleichgewicht bringen können. Die meisten sind uns bekannt, es sind nämlich Lebensstilfaktoren: Stress, Ernährung, Schlafmangel, Schadstoffe, Bewegungsmangel, usw.

Der Körper leidet also an einem Überschuss an Dingen die ihm schaden, die dazu führen, dass eine optimale Homöostase nicht mehr möglich ist. Beschwerden und Krankheiten können entstehen.

 

Das einzige Organ mit kompletter Regenerationsfähigkeit

 

Es gibt kein Organ in unserem Körper das nicht an der Homöostase beteiligt ist, jedes Organ hat seine Aufgaben im Körper. Gibt es aber wichtigere und weniger wichtige Organe? Tja, vielleicht.

Jedes Organ ist wichtig. Unser Schöpfer hat sich aber bestimmt etwas dabei gedacht, als Er uns ein einziges Organ gab, das sich komplett regenerieren und erneuern kann. Ein einziges – und zwar die Leber.

Die Leber kann sich komplett erneuern. Wenn beispielsweise ein Mensch eine neue Leber transplantiert bekommt, erhält er für gewöhnlich die Hälfte der Leber eines anderen Menschen. Beide halben Lebern können nun wieder zu ihrer vollen Größe heranwachsen. Aus einer Leber wurden zwei.

Können wir ohne Leber leben? Nein, es ist nicht möglich. Und daher wahrscheinlich auch diese immense Regenerationskraft.

Sehen wir uns einmal an was die Leber so unentbehrlich macht. Was tut sie eigentlich? Und welche Rolle spielt sie beim Halten des körperlichen Gleichgewichts?

 

Die Aufgaben der Leber

 

Unter den vielen hundert Aufgaben der Leber gehören die folgenden zu den wichtigsten:

Produktion von Gallenflüssigkeit, Verarbeitung der Fette, auch die Herstellung von Cholesterin und dessen Abbau, damit verbunden auch die Hormonsynthese und das Entfernen von überschüssigen Hormonen, Verarbeitung der Eiweiße, Speicherung von Glukose und Blutzuckerregulierung, Speicherung von Vitaminen und Spurenelementen, und vor allem die Entgiftung von schädlichen Substanzen und dergleichen.

Für den letzten Punkt ist die Leber am besten bekannt. Sie sorgt dafür, dass alles was nicht in den Körper gehört diesen auch wieder verlässt, und zwar ohne jegliche Schäden angerichtet zu haben. Dafür werden die Schadstoffe so umgebaut, dass sie ausgeleitet werden können.

Heute möchte ich zwei der genannten Aufgaben der Leber herausgreifen und näher erläutern: die Entgiftung und den Hormonabbau. Zwei sehr komplexe Prozesse, die gleichzeitig eine immens wichtige Funktion für die Hormongesundheit haben.

 

Die Phasen der Entgiftung

 

Wir sind tagtäglich umgeben von Schadstoffen. Wir nehmen sie ein, atmen sie ein, nehmen sie über die Haut auf … jeden Tag … den ganzen Tag lang:

Inhaltsstoffe in Kosmetika, Hygieneprodukten und Haushaltsreinigern, Medikamente, Zusatzstoffe und diverse Pestizid- oder Antibiotika-Rückstände in Nahrungsmitteln, Abgase, Ausdünstungen von Farben, Teppichen oder neuen Möbeln, Elektrosmog durch Computer, Mobiltelefone, Handymasten & Co., Lichtsmog durch künstliche Beleuchtung, Giftstoffe durch in Plastikbehältern enthaltenen Weichmachern, Schwermetalle in Zahnfüllungen, usw. Die Liste könnte endlos lang fortgesetzt werden.

Dies sind Schadstoffe aus externen Quellen. Dass diese unsere Gesundheit gefährden können, ist mittlerweile keine Neuigkeit mehr und gut wissenschaftlich belegt.

Andere Schadstoffe wiederum produziert der Körper selbst, wie z.B. Ammoniak das aus dem Eiweißstoffwechsel erzeugt wird oder aus Darmmikroben, die Enterotoxine herstellen können, die wir dann absorbieren. (Quelle)

Im Endeffekt ist es egal woher die Schadstoffe stammen, die Leber muss mit ihnen fertigwerden. D.h. sie muss die Schadstoffe unschädlich machen und aus dem Körper befördern.

Dafür gibt es einen ausgeklügelten Entgiftungsprozess der aus den folgenden Phasen besteht: Oxidation, Konjugation und Elimination.

 

Phase 1: Oxidation

Die meisten der für den Organismus schädlichen Substanzen sind fettlöslich. Um sie ausscheiden zu können, müssen sie zu wasserlöslichen Substanzen umgewandelt werden. Dieser Prozess beginnt mit der ersten Phase.

Mithilfe der sogenannten Cytochrom P450-Enzyme werden die Schadstoffe mit Sauerstoff angereichert, also oxidiert, damit sie wasserlöslich werden können. Bei diesem Prozess fallen allerdings toxische, also giftige Substanzen an, die freien Radikale steigen an und müssen mit ausreichend Antioxidantien unschädlich gemacht werden.

 

Phase 2: Konjugation

In der zweiten Phase der Entgiftung werden die oxidierten Substanzen nun mit anderen Molekülen (Schwefel und bestimmten Aminosäuren) verbunden, um sie wasserlöslich zu machen und sie dann über die Galle oder den Urin ausscheiden zu können.

Je nach Art des Schadstoffs gibt es vier verschiedene Entgiftungswege bzw. vier Substanzen welche sich mit den Schadstoffen verbinden um sie unschädlich zu machen (Quelle): Glutathionation, Glucoronidation, Sulfatierung und Glycination.

Das Ergebnis ist nun eine Substanz die über den Urin oder den Stuhl heraustransportiert werden kann.

 

Phase 3: Elimination

Diese Phase ist die eigentliche Elimination, also die Ausscheidung der Schadstoffe.

Wasserlösliches gelangt in die Blutbahn und verlässt daraufhin den Körper über die Nieren mit dem Urin.

Was nicht wasserlöslich gemacht werden konnte, was also noch fettlöslich ist, wird mithilfe von Gallenflüssigkeit direkt in den Darm abgegeben und über den Stuhl ausgeschieden. Ein gesunder Darm ist hierfür notwendig, damit diese Substanzen nicht über die Darmschleimhaut wieder zurückfinden in den Blutkreislauf (Stichwort „Leaky Gut“).

Und das war’s … die Schadstoffe sind unschädlich gemacht und der Körper kann sich wieder Wichtigerem widmen … oder etwa nicht?

 

Der Mikronährstoffbedarf der Leber 

 

Egal wer Sie sind oder wo Sie leben, Ihre Leber muss heute härter arbeiten als jemals zuvor.

Wir leben in einem Zeitalter mit einem nie dagewesenen Ausmaß an uns umgebenden Schadstoffen. All diese schädlichen Umwelteinflüsse – ob eingenommen, eingeatmet oder über die Haut aufgenommen – gepaart mit Schlafmangel, Bewegungsmangel und einer nährstoffarmen Ernährung führen zu einer Vollauslastung der Leberkapazitäten.

Für jede der obengenannten Phasen benötigt die Leber ausreichend Nährstoffe um gut arbeiten zu können, wie in der folgenden Grafik ersichtlich.

Quelle: https://drjockers.com/improve-detoxification-system/

 

Für die erste Phase sind B-Vitamine, Glutathion (das wichtigste Antioxidans überhaupt) und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) und Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E unabdingbar.

Für die zweite Phase werden ziemlich viele Aminosäuren, Antioxidantien, B-Vitamine und schwefelhaltige Pflanzenstoffe aus z.B. Knoblauch, Zwiebel und Brokkoli benötigt.

 

Soweit so gut, wir wissen nun was die Aufgaben der Leber sind, wie sie arbeitet und was sie benötigt.

Sehen wir uns nun die Geschlechtshormone an. Wir benötigen einige grundlegende Informationen zu diesen, um verstehen zu können welcher Zusammenhang zwischen der Leber und der Herstellung bzw. dem Abbau von Geschlechtshormonen besteht.

 

Zu den Geschlechtshormonen …

 

Beginnen wir mit der Frau. Ein normaler weiblicher Zyklus sieht folgendermaßen aus:

Der Menstruationszyklus einer Frau im gebärfähigen Alter beträgt durchschnittlich 28 Tage und besteht aus der Follikelphase, dem Eisprung und der Lutealphase. Wenn wir uns nun die folgende Grafik ansehen können wir erkennen, wie sich die Hormonausschüttung im Laufe des Zyklus verändert.

Quelle: https://www.larabriden.com/3-signs-your-period-is-not-really-a-period/

 

Mit Beginn des Zyklus (in der Follikelphase) steigt das Östrogen langsam aber stetig an, bis es in der Mitte des Zyklus, also etwa um den 10.-12. Tag herum den Höhepunkt erreicht, wodurch ein Ei freigesetzt wird. Das ist der Eisprung. Nun (in der Lutealphase) sinkt der Östrogenspiegel im Blut wieder und stattdessen steigt das Progesteron an, um den Mutterleib auf die Befruchtung des Eies vorzubereiten. Die Gebärmutterschleimhaut wird stärker durchblutet und dicker, sodass sich eine befruchtete Eizelle in ihr einnisten kann.

Wenn Sie nun nicht schwanger werden, fällt die Konzentration beider Hormone wieder ab und dies führt dazu, dass die Gebärmutter sich zusammenzieht und die neu gebildete Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird – der Beginn einer neuen Regelblutung.

Eines dieser Hormone sehen wir uns nun etwas detaillierter an:

 

Das Östrogen

 

Östrogen ist ein Geschlechtshormon, das bei Frauen hauptsächlich vor allem in den Eierstöcken, aber auch in der Plazenta (bei Schwangeren) und in den Nebennieren (in der Nebennierenrinde) hergestellt wird. Es ist als weibliches Geschlechtshormon bekannt, aber auch Männer haben ein wenig Östrogen. Bei ihnen wird es im Hoden gebildet und auch aus Testosteron im Fettgewebe durch das Enzym Aromatase umgewandelt.

Östrogen ist nicht ein einziges Hormon, vielmehr ist es der Überbegriff für die folgenden Östrogen-Hormone (Quelle):

Östradiol (auch Estradiol) ist das wichtigste und wirksamste Östrogen, es wird in den Eierstöcken hergestellt.

Östron (auch Estron) ist weniger wirksam als Östrogen und vor allem in der Postmenopause bedeutsam, da es in dieser Phase langsamer abfällt als Östrogen, es wird durch Umwandlung des Hormones Androstendion im Fettgewebe, in der Muskulatur und in der Leber gebildet. (Quelle)

Östriol (auch Estriol) ist ein in der Schwangerschaft wichtiges Hormon, es wird nicht von der Schwangeren selbst, sondern vom Kind und von der Plazenta hergestellt. (Quelle)

Xenoöstrogene (auch Xenoestrogene) werden auch als endokrine Disruptoren bezeichnet, es handelt sich dabei um synthetisch hergestellte chemische Verbindungen mit östrogenartiger Wirkung auf das menschliche Hormonsystem. Diese befinden sich überall in unserer Umwelt, es können industrielle Zusatzstoffe sein, genauso wie Mikroplastik oder Feinstaub.

Phytoöstrogene (auch Phytoestrogene) sind pflanzliche Stoffe die Östrogenen ähneln und ihnen dadurch ermöglicht, eine Bindung mit Östrogenrezeptoren einzugehen. Dadurch kann eine östrogene als auch anti-östrogene Wirkung erzielt werden. Sie wirken also ebenso als endokrine Disruptoren. Dazu gehören beispielsweise Isoflavone und Lignane. Das bekannteste Phytoöstrogen ist Soja, reich an Isoflavonen.

 

Gut, jetzt wissen wir was die Leber ist, was sie tut und was Östrogene sind – und dass es sowohl „gute“ als auch „nicht-so-gute“ Östrogene gibt (Xenoöstrogene). Aber was haben diese beiden miteinander zu tun?

 

Der Abbau von Hormonen über die Leber

 

Erinnern Sie sich an die Phasen der Entgiftung, also an das Unschädlichmachen der schädlichen Substanzen in der Leber. Wasserlösliches wird über den Urin aus dem Körper befördert, während Unlösliches bzw. Fettlösliches mithilfe von Galle über den Stuhl hinausbefördert wird.

Geschlechtshormone sind immer fettlöslich, und zwar alle, nicht nur Östrogen sondern auch Testosteron usw. Auch Xenoöstrogene sind fettlöslich.

Nun ist es verständlich, dass wir keine Xenoöstrogene im Körper haben wollen. Bei den Geschlechtshormonen ist dies aber auch wichtig. Wenn wir uns nämlich die Zykluskurve ansehen, so sehen wir, dass ab dem Eisprung der Östrogenspiegel sinkt.

Wo geht das ganze Östrogen denn hin? Genau, es wird über die Leber abgebaut! Und da es fettlöslich bleibt, wird es schließlich mit Galle über den Darm in Form von Stuhl eliminiert.

Die Leber sorgt also für einen optimalen Hormonhaushalt – also für die Homöostase im Körper – indem es überschüssige Hormone abbaut und aus dem Körper hinausbefördert.

 

Östrogendominanz und Progesteronmangel

 

Was passiert aber nun, wenn die Leber nicht so effizient arbeitet wie sie sollte? Wenn die Ernährung nährstoffarm und gleichzeitig pestizid-, also schadstoffreich ist. Wenn sie mit einer zu hohen Menge an Schadstoffen fertig werden muss, mit Medikamenten oder Alkohol oder einfach zu viel Zucker in der Ernährung.

Die Leber ist sehr intelligent 😉 Sie setzt Prioritäten. Zuerst wird das Allerallerwichtigste abgearbeitet, was dem Körper am meisten schaden könnte. Schwermetalle, Medikamente, Mikroplastik, usw.

„Ja, das Östrogen müsste jetzt eigentlich raus. Aber das Quecksilber ist viel schlimmer für den Organismus. Also kümmere ich mich zuerst mal darum.“ (O-Ton der Leber)

Ja, das wird tatsächlich vom Körper so gehandhabt. Hormone sind körpereigen, sie werden als nicht so gefährlich eingeschätzt wie eben beispielsweise Schwermetalle, also werden sie zurückgestellt und wieder zurückgeschickt in die Blutlaufbahn. Sie werden quasi recycelt.

Aber was passiert wenn Hormone die eigentlich abgebaut gehören im Körper verbleiben? Es kommt zu einem Überschuss an Hormonen, im Falle von Östrogen zu einem Östrogenüberschuss.

Das folgende Bild veranschaulicht diesen Prozess sehr schön.

Leber-Oestrogendominanz

Quelle: https://medium.com/clued-in/how-your-gut-affects-your-hormones-bc8f67509721 

 

Nun kann es sein, dass es zu einem viel zu hohen Östrogenspiegel kommt. Oder das Verhältnis zum zweiten wichtigen Hormon im Zyklus – dem Progesteron – gerät aus dem Gleichgewicht. Im Verhältnis zum Progesteron ist das Östrogen zu hoch. Es kommt zu einer sogenannten Östrogendominanz.

… mit all den Beschwerden die dazu gehören: Brustschmerzen, schmerzhafte und unregelmäßige Regelblutungen, Gewichtszunahme besonders an den Hüften, Gesäß und Oberschenkeln, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme und vieles mehr. (Quelle)

Und das „nur“ weil die Leber ein wenig überfordert ist mit den Schadstoffen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind.

 

Wenn die Leber ein Burnout hat … meine eigene Geschichte

 

Ich habe in diesem Artikel nicht ohne Grund das Östrogen als Beispiel gebracht. Ich möchte kurz meine eigene Erfahrung mit diesem Thema wiedergeben:

Vor einigen Jahren hatte ich meinen alternativen Gesundheitsweg bereits eingeschlagen und fühlte mich so gestärkt und energiegeladen, dass ich mich dazu entschied, die vielen Amalgamfüllungen die ich bereits seit meiner Kindheit hatte, entfernen zu lassen.

Natürlich kümmerte ich mich um eine ganzheitliche Zahnbehandlung, samt Vorbereitung in Form einer Darmsanierung als auch einer sehr lange andauernden Ausleitung danach, begleitet durch eine ganzheitlich arbeitende Zahnärztin und Schwermetallexpertin.

Trotz all der Vorsichtsmaßnahmen bekam ich wohl doch so einiges an Schwermetallen ab und diese belasteten meinen Körper enorm. Einige Wochen lang war ich sehr infektanfällig und dauerkrank. Was mich aber dann komplett überraschte war, dass sich plötzlich mein Zyklus veränderte. Er wurde kürzer, unregelmäßiger und blieb plötzlich komplett aus.

Meine Leber war trotz der guten Vorbereitung und Stärkung absolut überfordert mit den Schwermetallen, welche hier plötzlich meinen Körper überfluteten. Gleichzeitig hatte ich durch die jahrelang anhaltende Nebennierenschwäche einen Progesteronmangel. Diese Kombination ergab für mich eine Östrogendominanz, mit all den oben beschriebenen Beschwerden.

 

Zusammenhang zwischen Nebennierenschwäche und Progesteronmangel bzw. Östrogendominanz

 

Da ich bereits über die Nebennierenschwäche geschrieben habe (hier und hier), möchte ich an dieser Stelle nur kurz den Zusammenhang zwischen der Nebennierenschwäche und Progesteron zusammenfassen (Quelle):

Bei einer Nebennierenschwäche kann man meist nicht genügend Cortisol herstellen. Infolgedessen wird für die Herstellung von Cortisol daher vermehrt Progesteron verbraucht. Es steht nun weniger Progesteron zur Verfügung um das Östrogen auszugleichen.

Es kommt zu einem Progesteronmangel und einem Ungleichgewicht im Verhältnis von Progesteron zu Östrogen.

 

Abschließende Worte

 

Zur Östrogendominanz gibt es noch so viel mehr zu sagen, und es bestehen noch eine Reihe an weiteren Ursachen für dieses hormonelle Ungleichgewicht. Ich habe mit diesem Artikel lediglich den Zusammenhang zwischen der Arbeit der Leber und dem Abbau der Geschlechtshormone beschrieben.

Was ich hiermit aufzeigen wollte, ist die Bedeutung der Leber und deren optimale Gesundheit für unser hormonelles Gleichgewicht. Und da zu unseren Hormonen nicht nur die Geschlechtshormone gehören, sondern auch die Schilddrüsenhormone, geht es im nächsten Blogbeitrag genau um dieses Thema – was die Leber mit den Schilddrüsenhormonen zu tun hat, und natürlich auch wie man der Leber helfen kann, effizienter zu arbeiten, wie man sie stärken kann.

 


 

WICHTIG: Die dargestellten Informationen sind ausschließlich für den Informationsgebrauch bestimmt. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und können einen ärztlichen Rat nicht ersetzen. Ferner sind die dargestellten Informationen nicht dazu geeignet, eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Ebenso wenig dürfen sie als Aufforderung zu einer bestimmten Behandlung oder Nicht-Behandlung einer möglichen Krankheit verstanden werden.

Über die Autorin - Mag. Klaudia Schuh

Klaudia Schuh hat selbst lange um ihre Gesundheit gekämpft. Was sie in den letzten Jahren am eigenen Leibe erfahren durfte war, dass sowohl der Lebensraum der uns umgibt, als auch die Art der Nahrung die wir zu uns nehmen, einen immensen Einfluss auf die Qualität unseres Lebens und unser Wohlbefinden haben. Durch Veränderungen ihres Lebensstils, vor allem durch verbesserte Schlaf- und Ernährungsgewohnheiten, hat sie Schritt für Schritt mehr Lebensqualität zurückerlangt.

Und genau das möchte sie auch für Ihre Klientinnen und Klienten erreichen. Sie arbeitet als ganzheitlicher Gesundheits- und Schlafcoach in eigener Praxis in Österreich, und praktiziert einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz indem sie alle Teile des Seins betrachtet und wie diese miteinander verbunden sind. So kombiniert sie ihr gesamtes Wissen und ihre Erfahrung aus den Bereichen Schlafwissenschaft, Ernährung, Schadstoffe und Entspannung und begleitet ihre Klientinnen und Klienten leidenschaftlich auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Energie.

Auf ihrem Blog schreibt sie vor allem zu den Themen wohltuender und gesunder Schlaf und Schlafschwierigkeiten, Hormongleichgewicht und artgerechte Ernährung.

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Mag. Klaudia Schuh

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