Hashimoto und Zucker – Gibt es einen Zusammenhang?
Hashimoto und Zucker – Gibt es einen Zusammenhang?

Hashimoto und Zucker – Gibt es einen Zusammenhang?

Ich habe mich heute hingesetzt, um ein wenig über Zucker und Kohlenhydrate zu schreiben. Ein Riesenthema. Betrifft jeden. Aber besonders spannend, wenn man an einer Schilddrüsenerkrankung leidet. Gibt es einen Zusammenhang zwischen beispielsweise Hashimoto Thyreoiditis und einer kohlenhydratreichen vs. kohlenhydratarmen Ernährung?

Was herausgekommen ist, ist so viel an Information, dass ich den Inhalt auf mehrere Artikel aufteile. Das Thema Zucker sozusagen aufbereitet in mehreren Portionen. Viel Spaß mit dem ersten Teil 🙂

Ich lieb(t)e Süßes! 

Wenn es um Ernährung geht, war ich leider immer ein schwarz-weiß-denkender Mensch. Entweder alles oder nichts. Entweder klar definierte Regeln (= Einschränkungen, Vorgaben) oder es wird alles gegessen.

„Eigentlich wollte ich heute stark bleiben, nichts Süßes essen. Und jetzt habe ich aber so einen Heißhunger…. Nur ein Stück Schokolade. Na gut, doch noch ein Stück. Eine Rippe wird mir auch nicht weh tun. Ich brauche gerade Nervenfutter …

Mist. Das war jetzt absolut viel mehr als ich essen wollte. Der heutige Tag ist somit dahin. Jetzt kann ich mir das Schokomousse auch noch genehmigen. Ich fange morgen von neuem an.“

Diesen inneren Monolog hatte ich bis vor einigen Jahren ständig, mein Leben lang.

Bei meinen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt war der Nüchternzucker im Blut immer am unteren Ende. Für mich war damit klar, dass ich kein Blutzuckerproblem hatte. Und auch, dass ich nicht auf Kohlenhydrate verzichten müsse.

Ich hatte aber ständig Heißhunger auf Süßes, zitterte, war nervös und konnte mich nicht konzentrieren wenn ich 2-3 Stunden nicht gegessen hatte. Auf Englisch gibt es übrigens einen sehr passenden Begriff dafür: „hangry“  😉 Wird zusammengesetzt aus „hungry“ und „angry“, also gleichzeitig hungrig und zornig/verärgert.

Eindeutige Zeichen für starke Blutzuckerschwankungen. Was ich nicht wusste war, dass diese Schwankungen negative Auswirkungen auf meine Nebennieren hatten, als auch auf meine Hashimoto-Erkrankung, da sie zu einer Erhöhung der Schilddrüsen-Antikörper führen können. (Quelle)

Bei Diabetes sind diese Blutzuckerschwankungen bekannt, aber bei Hashimoto?

Es gibt mittlerweile einige Studien, in welchen die Verbindung zwischen Hashimoto Thyreoiditis – einer Autoimmunerkrankung – und dem Blutzuckerspiegel untersucht wurde. (Quellen: hier, hier und hier)

Eine Studie in Polen (Quelle) fand beispielsweise heraus, dass fast die Hälfte der Patienten mit Hashimoto eine gestörte Toleranz gegenüber Kohlenhydraten hatten. Das bedeutet, dass nach dem Genuss kohlenhydratreicher Nahrungsmittel ihr Blutzucker zu stark und zu schnell anstieg. Dies führte zu einer übermäßig hohen Ausschüttung an Insulin. Dieser übermäßige Insulinanstieg führt zu einem niedrigen Blutzucker, postprandiale oder reaktive Hypoglykämie genannt. Der niedrige Blutzucker kann zu sehr unangenehmen Symptomen wie Nervosität, Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen usw. führen.

 

Spannend, nicht wahr? Man muss also nicht an Diabetes erkrankt sein, um in den „Genuss“ einer postprandialen Hypoglykämie zu kommen.

Ich selbst leide an Hashimoto, schon seit etlichen Jahren. Was dieses Thema nun mit mir und meiner Hashimoto-Erkrankung zu tun hat und was ich in den letzten Jahren an meiner Ernährung geändert habe, erfahren Sie in meinem nächsten Blogbeitrag 😃

 


 

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Mag. Klaudia Schuh

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