8 Stunden – oder mehr, oder weniger? Wieviel Schlaf Sie wirklich brauchen
8 Stunden – oder mehr, oder weniger? Wieviel Schlaf Sie wirklich brauchen

8 Stunden – oder mehr, oder weniger? Wieviel Schlaf Sie wirklich brauchen

Jetzt habe ich mich schon länger nicht mehr gemeldet. Der Grund war, dass ich mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen einen Familienurlaub verbracht habe. Zwei Wochen im schönen Salzburger Land. Viel Zeit im Freien, umgeben von Kühen, Ponys, Schafen & Trettraktoren, in den Bergen, wandernd, schwimmend, fischend, entspannend und … schlafend. Ja, schlafend.

Ich liebe es, zu schlafen! Ja, wirklich. Eine durchgeschlafene, qualitativ hochwertige Nacht – ja, die kann schon was. Bietet sie doch in den meisten Fällen einen darauffolgenden energiereichen und aktiven Tag. Und genau aus diesem Grund priorisiere ich sehr gerne den Schlaf in meinem Leben.

Mein Mann schlief in den letzten Wochen allerdings nicht sehr gut, da er bereits seit geraumer Zeit abnormal viel Stress in seinem Job hat. Wir wissen natürlich alle, wie sich zu viel Stress auf unseren Schlaf auswirkt. Und so nahmen wir uns in diesem Urlaub vor, die Zeit nach dem Hinlegen der Kinder nicht unnötig auszudehnen, sondern unseren Schlaf mit dem Urlaub beginnend zur Priorität Nummer 1 zu machen.

Und es hat gutgetan. Auch mir, obwohl ich schon vor langer Zeit damit begonnen habe, meinen Schlaf zu priorisieren und eigentlich sehr gut schlafe. Aber wie das Leben nun einmal so ist – mit Kindern, Haushalt, Job und Partner kommt dann doch hin und wieder etwas dazwischen und die Abende werden wieder länger und die erholsamen Nächte kürzer.

 

„Jetzt sind die Kinder im Bett, jetzt habe ich Zeit für mich.“

 

Für viele bietet der Sommer doch so etwas wie eine Extra-Schicht Abendfreizeit, denn schließlich ist es abends noch schön hell und angenehm warm. Besonders im Urlaub. Da sitzt man eben gerne mal länger mit einem Gläschen Wein auf der Terrasse. Und der Schlaf? Tja, der wird dann eben nach hinten verschoben. Außerdem sind ja zu späterer Stunde auch die Temperaturen erträglicher.

Und wenn man Glück hat, kann man morgens schön ausschlafen. Morgens sehr aktive Kinder oder Haustiere, viel einfallendes Licht, oder auch lautes Vogelgezwitscher können diesen zu spät begonnen Schlaf allerdings dann doch wieder sehr verkürzen. Und wieder kommt man nicht auf die allseits empfohlenen 8 Stunden Schlaf.

 

Aber braucht eigentlich jeder 8 Stunden Schlaf?

 

Reicht nicht auch weniger? Oder gehören Sie zu jenen Menschen, die sich auch nach 8 oder 9 Stunden immer noch müde und erschöpft fühlen?

Die Richtlinien zur optimalen Schlafdauer – die von der National Sleep Foundation in den USA veröffentlicht wurden – besagen, dass Erwachsene 7-9 Stunden täglich schlafend verbringen sollten. (Quelle)

 

 

Die magische Zahl hier ist wohl die 8:

Durchschnittlich 8 Stunden Schlaf, jede Nacht, idealerweise ohne jegliche Unterbrechung. Ohne jegliche Unterbrechung? Ist das erstrebenswert? Oder überhaupt möglich?

In Österreich beträgt die durchschnittliche Schlafdauer durchschnittlich etwa 7,2 Stunden (Quelle), in Deutschland ebenso in dieser Größenordnung (Quelle).

Aber Achtung: Wir benötigen eine gewisse Zeit zum Einschlafen bzw. werden wir auch öfters mal wach jede Nacht. Diese wachähnlichen Zustände zählen nicht zur sogenannten Schlafeffizienz, also zur eigentlichen Schlafdauer. Mit der Schlafeffizienz bezeichnen wir den prozentualen Anteil der Schlafdauer an der für den Schlaf vorgesehenen Zeit.

Wenn wir also 7-9 Stunden Schlaf benötigen, müssen wir uns dementsprechend die Zeit für das Einschlafen und das nächtliche Wachsein hinzurechnen, um zu einer entsprechenden Zubettgehzeit zu gelangen.

 

Schlafen Sie zu wenig? …

 

Wie viel Zeit der Körper benötigt, um alle für die Regenerations- und Reparaturarbeiten benötigten Schlafphasen zu durchlaufen, ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Bei dem einen dauert es 7 Stunden, bei dem anderen wiederum 9 Stunden. Dies hängt von einer Reihe an Faktoren ab – vom Alter, vom aufgebauten Schlafdefizit, vom Gesundheitszustand, vom Stresslevel, und vielem mehr.

Schlafen Sie 7 Stunden und wachen ausgeruht und voller Energie auf, und genießen dabei auch eine perfekte Gesundheit? Oder schlafen Sie 9 Stunden und wachen trotzdem müde und gerädert auf?

Stellen Sie sich die folgenden Fragen:

  • Muss ich mir einen Wecker stellen, um morgens aufzuwachen? Hätte ich keinen Wecker, würde ich länger schlafen?
  • Schlafe ich an den Wochenenden länger, muss ich regelmäßig Schlaf nachholen?
  • Bekomme ich mindestens einmal die Woche weniger als 7 Stunden Schlaf pro Nacht?
  • Wie fühle ich mich morgens nach dem Aufstehen? Müde und gerädert? Benötige ich Kaffee, um in die Gänge zu kommen?

Wie Sie sonst noch erkennen können, dass Sie zu wenig oder zu schlecht schlafen, habe ich in diesem Blog Post aufgelistet.

 

… oder zu lang? Wenn Sie auch nach mehr als 8 Stunden Schlaf immer noch müde sind.

 

Oh ja, das kenne ich. Und andere Menschen mit Hashimoto auch.

Wir schlafen weit mehr als 8 Stunden und fühlen uns morgens trotzdem müde und gerädert und schleppen uns nur mit Mühe und Not durch den Tag.

Izabella Wentz (Hashimoto-Patientin und Autorin) schreibt in Ihrem Buch und online (Quelle), ein Arzt hätte als Reaktion auf ihre sehr lange Schlafdauer von 11+ Stunden mitgeteilt, dass die durchschnittliche Schlafdauer 7-9 Stunden betragen sollte. Alles weniger würde langfristig zu Krankheiten führen, alles darüber würde auf eine bereits bestehende Krankheit hindeuten.

Der Grund für den langen aber nicht erholsamen Schlaf liegt darin, dass die Tiefschlaf- und die REM-Phasen fehlen. (Quelle)

Natürlich kann jeder einzelne auch bei einer Hashimotodiagnose vieles tun, um wieder gut und tief schlafen zu können. Diese Tipps und Tricks werden Sie in meinen kommenden Beiträgen hier auf meiner Website finden, bleiben Sie gespannt.

 

Wie viele Stunden Schlaf benötigen SIE, um fit und aktiv durch den Tag zu kommen? 

 

Überlegen Sie an dieser Stelle, wie Sie das Thema Schlaf jetzt im Sommer handhaben? Holen Sie im Urlaub dringend benötigten Schlaf nach, oder haben Sie nach dem Urlaub das Gefühl, Sie bräuchten nun endlich mal eine ungestörte und sehr sehr lange Nachtruhe um wieder ins Gleichgewicht zu kommen?

Finden Sie heraus, wie viele Stunden Schlaf Sie benötigen, indem Sie die Zubettgehzeit sukzessive nach vorne verschieben, und damit von Tag zu Tag die Schlafenszeit verlängern.

Zusätzlich habe ich phasenweise meinen Schlaf mit einem Schlaftracker am Handgelenk „beobachtet“, und auf diese Weise besonders in Phasen der Schilddrüsenunterfunktion realisiert, wie der Tiefschlafanteil runterfährt wenn die Schilddrüse nicht optimal funktioniert.

Empfehle ich solch einen Schlaftracker oder -sensor in jeder Situation und für einen langfristigen Gebrauch? Nein, auf keinen Fall. Denn diese Schlaftracker senden – genauso wie Mobiltelefone usw. – elektromagnetische Strahlen aus, was sich wiederum negativ auf unsere Schlafqualität auswirken kann. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

 

Es zahlt sich jedenfalls immer aus, den eigenen Schlaf zu priorisieren – Ihrer Gesundheit zuliebe.

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